Dialogforum und Makeathon – Katastrophenvorsorge und Resilienz
Wenn Krisen keine Grenzen kennen
Wie schnell aus einer regionalen Lage eine grenzüberschreitende Herausforderung wird, hat der Waldbrand im Hohen Venn im August erneut gezeigt. Das Feuer auf belgischer Seite rückte zeitweise bis auf wenige Kilometer an die deutsche Grenze heran. Deutsche Feuerwehrkräfte unterstützten ihre belgischen Kollegen, internationale Hilfe wurde mobilisiert und in Monschau mussten Bewohnerinnen und Bewohner zeitweise ihre Häuser verlassen. Auch die Bundeswehr unterstützte die Brandbekämpfung aus der Luft.
Solche Lagen machen deutlich: Krisenvorsorge und Krisenbewältigung funktionieren nicht innerhalb einzelner Zuständigkeiten. Entscheidend ist, ob Informationen, Fähigkeiten und Ansprechpartner über Organisations-, Sektor- und Landesgrenzen hinweg rechtzeitig zusammenfinden. Genau diesem Zusammenwirken geht das Dialogforum „Grenzübergreifende Katastrophenvorsorge und Resilienz“ am 13. Oktober nach.
Resilienz braucht das WiR
Das Dialogforum setzt bewusst dort an, wo in der Praxis noch Lücken bestehen: an den Schnittstellen zwischen Verwaltung, Hilfsorganisationen, Wirtschaft, Wissenschaft, Bundeswehr, kommunaler Ebene und Zivilgesellschaft. Eine besondere Rolle spielen dabei ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Soforthelfer-Netzwerke.
Gerade in den ersten Stunden einer Krise sind häufig Menschen vor Ort, die Ortskenntnis, Maschinen, Fachwissen, Kontakte oder besondere berufliche Fähigkeiten mitbringen. Damit dieses Potenzial nicht erst in der akuten Lage entdeckt wird, braucht es Verbindungen zu den etablierten Strukturen bereits in der Vorsorge. Das Dialogforum will diese Akteure deshalb nicht nebeneinander, sondern miteinander ins Gespräch bringen – auf Augenhöhe und mit Blick auf konkrete Schnittstellen.
Quelle: Dialogforum am 13. Oktober: Resilienz braucht das WiR – EQASCE
Und hier das Interview mit Norbert und Kerstin von der Elektroseelsorge(r) gUG
Interview-Reihe Sofort-Helfer-Netzwerke mit Norbert und Kerstin
